Düsseldorf, Lichtenbroich - Bereits kurz nach dem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft des Technischen Hilfswerkes (THW) Düsseldorf brachen die Teilnehmenden mit mehreren Fahrzeugen auf, um sich mit der vorausgefahrenen Fachgruppen Sprengen aus Düsseldorf und Ratingen am Eingang des Steinbruches zu treffen. Nach dem Erreichen des Sprengplatzes wurden alle Anwesenden durch den leitenden Sprengberechtigten in die Sicherheitsmaßnahmen im Steinbruch sowie für die geplanten Vorbereitungs- und Sprengarbeiten unterwiesen. Dies war insbesondere aufgrund der Gegebenheiten im Steinbruch sowie den besonderen Vorschriften bei Sprengungen geboten.
Im Anschluss an die Einweisung wurden alle Knäpper zunächst vermessen und Markierungen versehen. Parallel zu den Vermessungsarbeiten, wurden die Bohrgeräte sowie der Presslufthammer vorbereitet.
Mittels dem Anhänger Drucklufterzeugung der Fachgruppe Räumen wurden ein Druckluftbohrer, sowie ein pneumatischer Bohrhammer angetrieben, um die nötigen Löcher für die Sprengsätze zu schaffen. Zusätzlich stand ein elektrischer Bohrhammer, angetrieben über einen tragbaren Stromerzeuger, der Fachgruppe Sprengen für die Vorbereitungen zur Verfügung. Aufgrund des hohen Eigengewichtes dieser Arbeitsmittel, geschah die Bedienung der Bohr- und Stemmgeräte vor allem in Trupps. Die Vorbereitung der Bohrlöcher erfolgte durch die Fachgruppen Räumen und Notversorgung/Notinstandsetzung nach den Vorgaben der Helfer der Fachgruppen Sprengen. Um die Bohrarbeiten und sonstigen Vorbereitungen effizient durchführen zu können, wurden zwei Gruppen gebildet, die jeweils zugewiesene Knäpper eigenständig bearbeiteten. Helfer der Fachgruppe Sprengen bereiteten parallel die erforderlichen Sprengladungen vor.
Nach Beendigung der Vorbereitungsmaßnahmen verließen die Helfer und Helferinnen den Gefahrenbereich und sammelten sich an einer entfernten Stelle, ehe die ersten Sprengladungen zur Zündung vorbereitet wurden.
Nach Warnsignalabgabe durch die sprengberechtigten Personen stand das von vielen Helfern ersehnte Spektakel kurz bevor: 3…2…1… Sprengung. Mit einem lauten Knall wurden die präparierten Knäpper zerkleinert. Nach Überprüfung der Sprengstelle und Vorbereitung der zweiten Zündung, erfolgte die nächste Sprengung, welche, wie auch die Erste, aus einer sogenannten Sprengglocke ausgelöst wurde.
Nach Verziehen der, durch die Explosion entstandenen, giftigen Schwaden wurde erneut geprüft, ob die Zündungen erfolgreich verlaufen sind. Nach der letzten Überprüfung traten die Beteiligten nacheinander die Rückfahrt nach Düsseldorf beziehungsweise Ratingen an, um dort die Fahrzeuge zu säubern und die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.
Es war sehr schön, mit den Kameraden und Kameradinnen des anderen Ortsverbänden zusammen zu arbeiten und gemeinsam Ruhe in den Einsatz bringen, um für kommende Einsätze bereits gerüstet zu sein, erzählt Martin Dessauer, Helfer der Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung im Nachhinein. Es sei eine lehrreiche Erfahrung gewesen, zumal es auch ein Gefühl für unsere vielfältige Expertise in verschiedenen Einsatzszenarien gebe.
Auch der Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen aus Düsseldorf ist mit der Übung zufrieden: Für alle Beteiligten war es eine tolle und erfolgreiche Ausbildung. Ich danke allen Beteiligten und der Geschäftsleitung des Kalkwerkes für die sehr gute Zusammenarbeit. Mit dem Besuch im Steinbruch der Kalkwerke habe man eine gute Möglichkeit gehabt, den Umgang mit unterschiedlicher Bohrausstattung sowie die Durchführung von Felssprengungen zu trainieren.

