Zu dem Zeitpunkt arbeitet sie bereits seit vier Monaten als hauptamtliche Schreibkraft im Landesverband Nordrhein-Westfalen, ehe sie sich entschließt, das ehrenamtliche Hobby dem Beruf anzupassen.
Nach ihrer erfolgreichen Grundausbildung und dem Kennenlernen anderer langjähriger Helfer, wie Rolf Sommer, Heinz Espenhahn oder Wolfram Seegers, verschlägt es sie in die Verwaltung des Ortsverbandes, in welcher sie sich um die Anliegen der damals rund 540 Helfer kümmert.
Der Ortsverband besteht zu der Zeit aus mehreren Bergungszügen, welche vor allem durch Wehrersatzdienstleistende besetzt werden, dementsprechend besteht die gesamte Kameradschaft aus Männern, erzählt Heinz Espenhahn aus seinen Erinnerungen. Bis zu dem Zeitpunkt, als Heike Schäfer ihre Grundausbildung im 7. Bergungszug beginnt. Schon von Beginn an wird sie von ihren durchweg männlichen Kameraden gut aufgenommen und an die Hand genommen. Trotz ihres jungen Alters und der wenigen Erfahrung im Bereich des Zivilschutzes packe sie voll an und unterstütze, wo sie nur kann. Während sie von Anfang an mit ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem Tatendrang überzeugt, lernen auch ihre männlichen Kollegen, dass Heike keine Person sei, welche Rückzieher macht, sondern für ihr Leben gerne mit anfasse, aber auch eingestehen könne, wenn die Bedienung bzw. Verwendung von Gerätschaften die Hilfe anderer erfordern.
In ihrer Zeit im 7. Bergungszug lernt sie ihre Kameraden durch diverse Übungen näher kennen und wird in den familienähnlichen Umgang integriert. Viele der Männer waren einfach glücklich, dass sich nun auch Frauen für den Zivilschutzsektor interessieren, wobei dieser bisher eher eine Männerdomäne gewesen sei, erzählt Heinz Espenhahn. Bereits zu der Zeit entdeckt Heike ihre Liebe zum Fußball, welche sie auch heute noch begleitet. Auch wenn diese damals mit Rückschlägen bzw. Tritten beim Spielen mit ihren Kameraden verbunden war, veränderte dies nichts.
Nach ihrer Grundausbildungszeit innerhalb ihres Zuges zog es sie wieder in die Verwaltung, erzählte Heike. Im Laufe der Zeit sah sie viele der bekannten Gesichter das Technische Hilfswerk verlassen, da deren Verpflichtungszeit für den Wehrersatzdienst vorbei war. Im Laufe ihres Mitwirkens bezeugte sie viele große Veränderungen innerhalb des Ortsverbandes Düsseldorf, wie drei Umzüge aus den Liegenschaften sowie viele Wechsel in den Führungsebenen.
Bis sie am 31.12.2025 in Rente ging, entwickelte sich aus der damals unerfahrenen Heike Schäfer jemand, welchen man bei jeglichen Anliegen konsultieren kann: Ob es Übungen waren, Sonderaufgaben oder auch bei Einsätzen, Heike trat immer als verlässliche Größe auf und erarbeitete sich ihren Ruf als die „guten Seele“ lobt Nadine Ogiolda, Referatsleiterin Einsatz und stv. Landesbeauftragte in ihrer Laudatio im Rahmen der Verleihung des Ehrenzeichens in Bronze, welches Schäfer erhielt. „Ob neue Helfer*innen begrüßt werden […] oder es einfach darum geht, dass jemand zuhört und organisiert – Heike ist immer da“.

