Düsseldorf, 02.08.2020, von Thomas Lunkwitz

Einsatz der Superlative für den OV Düsseldorf

Düsseldorf, 02.08.2020. Nach 127 Tagen endete der wahrscheinlich längste Einsatz in der Geschichte des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Düsseldorf. Am 26.03.2020 erhielt das THW die Anforderung der Bezirksregierung Düsseldorf zur Umverteilung von medizinischer Schutzausrüstung. Hierfür wurde auf einem Bundeswehrgelände in Düsseldorf eigens ein Umschlagstützpunkt eingerichtet. Für den Ortsverband (OV) Düsseldorf endete der Einsatz nun am 31.07.2020.

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Kommandeur des Bundeswehr Landeskommando NRW Brigadegeneral Torsten Gersdorf verschaffen sich einen persönlichen Eindruck vom Logistikumschlagstützpunkt des THW.
Foto: 09.04.2020 THW / Thomas Lunkwitz

Seit Gründung des THW OV Düsseldorf am 01.04.1952 war dies der wahrscheinlich längste Einsatz für die Einsatzkräfte. Die Corona-Pandemie fordert allen viel ab und so auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des THW und aller anderen Hilfsorganisationen. 127 Tage am Stück, teils sieben Tage die Woche vor Ort, jeweils ca. 10 Stunden pro Tag waren die Düsseldorfer THWler für die Gesellschaft aktiv und haben in der Zeit einiges geleistet. 

Dabei wurde in alle Regel 3x pro Woche vom Deutschen Roten Kreuz im Auftrag der Landesregierung NRW knapp 80 Paletten angeliefert. Das THW hat diese Schutzausrüstung dann auf die Kreise und kreisfreien Städte gemäß Vorgabe verteilt. Dafür mussten die Paletten größten Teils abgepackt, neu kommissioniert und zur Abholung durch Folienwicklung vorbereitet werden. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen übernahmen in aller Regel den Transport und Weiterverteilung auf die einzelnen Einrichtungen.

  • 127 Einsatztage
  • Rund 9.000 Einsatzstunden geleistet
  • Rund 60 Einsatzkräfte des THW OV Düsseldorf insgesamt beteiligt
  • Dabei wurden knapp 2.000 Tonnen Material auf rund 4.300 Paletten umgeschlagen:

    • Knapp 23.000 l Desinfektionsmittel
    • Knapp 2 Mio. Paar Untersuchungshandschuhe
    • Knapp 22.000 Gesichts-Schilde
    • Knapp 35 Mio. Mund-Nase-Masken unterschiedlicher Klassen
    • Knapp 585.000 Schutzbrillen
    • Rund 2,1 Mio. Teststäbchen für Corona-Tests
    • Rund 380.000 Schutzmäntel und -kittel

All dies wurde von den Einsatzkräften des THW OV Düsseldorf mit Unterstützung durch den OV Ratingen rein ehrenamtlich geleistet. Ohne die Unterstützung der vielen Arbeitgeber wäre dies kaum möglich gewesen. Das THW konnte auf diese Weise aktiv zu Milderung der Auswirkungen der Pandemie beitragen. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Logistik in Notsituationen eine entscheidende Komponente ist und gerade hier eine der Kernkompetenzen des THW liegt.

Dabei unterstütze das Landeskommando NRW der Bundeswehr aktiv den Einsatz durch die Bereitstellung von Hallen, Fläche und Sanitären Einrichtungen für den Logistikstützpunkt. Sogar eine Kaffeemaschine für das lebenswichtige Elixier wurde den Einsatzkräften kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Am 31.07.2020 endete der für den OV Düsseldorf damit der wahrscheinlich längste Einsatz in seiner Geschichte. Der Logistikstützpunkt wird aber weiterhin unter Koordination der THW Regionalstelle Mönchengladbach betrieben.


  • Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Kommandeur des Bundeswehr Landeskommando NRW Brigadegeneral Torsten Gersdorf verschaffen sich einen persönlichen Eindruck vom Logistikumschlagstützpunkt des THW.
    Foto: 09.04.2020 THW / Thomas Lunkwitz

  • Tonnen von Handschuhen, Masken und Desinfektionsmittel gilt es für die Abholer neu zusammenzustellen und zu folieren.
    Foto: 09.04.2020 THW / Thomas Lunkwitz

  • Zeitweise reichte die Haupthalle nicht aus, so dass Material in angrenzenden Fahrzeughallen zur Abholung gelagert werden musste.
    Foto: 14.07.2020 THW / Robin Lill

  • Die Kreise und kreisfreien Städte ließen die Schutzausrüstung meistens durch die Feuerwehren oder Hilfsorganisationen abholen.
    Foto: 09.04.2020 THW / Thomas Lunkwitz

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