Mülheim an der Ruhr, 08.02.2021, von Melanie Faust/Robin George, THW OV Mülheim a. d. R.

Großbrand in Mülheim-Speldorf

In der Nacht vom 07.02.2021 auf den 08.02.2021 kam es gegen 0:45 Uhr zu einem Großbrand an der Weseler Straße in Mülheim, Nähe des Hafengebietes.

Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

Einsatzlage am 08.02.2021:

Unter dem Stichwort „Brand“ wurden die Fachberater des THW Ortsverbandes ( OV) Mülheim am 08.02.2021 um 01:05 Uhr zur Weseler Straße alarmiert. Bereits ein Blick aus dem Fenster genügte, um den Ernst der Lage zu erkennen. Eine extreme Rauchentwicklung war über dem Hafen sichtbar.

Auf einer Fläche von ca.150 mal 100 Metern stand der Gebäudekomplex des ehemaligen Real- Marktes in Vollbrand.

Nach Rücksprache mit dem Direktionsdienst der Berufsfeuerwehr Mülheim wurde die Einsatzstelle erkundet und Einsatzoptionen erarbeitet. Die Fachberater verlegten anschließend zur Leitstelle und unterstützen den Führungsstab.

Zu Beginn der Löscharbeiten befanden sich bereits ca. 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei im Einsatz, um die Lage vor Ort in Griff zu bekommen. Die erwartete Einsatzdauer sollte mehrere Stunden bzw. mehrere Tage betragen.

Durch den Brand schien die Stromversorgung im Hafengebiet gefährdet zu sein, somit forderte die Einsatzleitung um 03:15 Uhr vorsorglich mehrere Netzersatzanlagen an und hielt diese in Bereitstellung. Dazu parallel wurde mit der Energieversorgung vorgeplant, an welchen Punkten ein Einsatz der Elektrogruppen des THW nötig sein könnte.

Gegen 04:00 Uhr wurde die LUK Stab im OV Mülheim hochgefahren.

Die Regionalstelle Düsseldorf des THW forderte die Fachgruppen (FGr.) Elektroversorgung (E) aus den Ortsverbänden Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Wanne-Eickel an. Die beiden letzteren wurden jedoch aufgrund der Wetterlage und der schwierigen Anfahrt wieder abbestellt.

Die eingetroffenen Fachgruppen fanden sich dann zunächst im Bereitstellungsraum der Berufsfeuerwehr Mülheim in Broich ein.

Gegen 10:00 Uhr wurde bestätigt, dass es zu keinen Stromausfällen kommen wird und die Bereitstellung wurde aufgelöst. Insgesamt standen Aggregate mit 2.000 kVA Gesamtleistung zur Verfügung.

Ab 15:00 Uhr nahm der Einsatz für das THW wieder Fahrt auf.  Die Einsatzlage erforderte den Aufbau einer Beleuchtungsstrecke für die Nacht, sowie das Zurande ziehen der FGr. Räumen (R) für die Nachlöscharbeiten.

Der Fachberater des OV Mülheim alarmierte den Technischen Zug des OV Mülheim, sowie die FGr. Notversorgung (N) aus Duisburg und Heiligenhaus. Eine FGr. R machte sich aus Bottrop auf den Weg.

Um diese Zeit befanden sich nun bereits 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei im Einsatz.

An der Einsatzstelle bildete der Zugtrupp eine Abschnittsleitung und koordinierte die Ausleuchtung der Einsatzstelle von drei Seiten. Parallel baute man Zelte auf, die als Schutz vor der klirrenden Kälte dienten. Es wurde Streusand verteilt, um die Eisflächen begehbar zu machen und an einer Stelle wurde zudem Löschwasser abgepumpt.

Gegen 22 Uhr reduzierte man die Einsatzkräfte. Der OV Heiligenhaus hielt bis zum nächsten Morgen Nachtwache.

 

Einsatzlage am 09.02.2021: Um 8:00 Uhr ging es mit dem Radlader aus Bottrop, der Bergungsgruppe des OV Mülheim und einem Bagger aus dem OV Essen an der Einsatzstelle weiter

Der Auftrag bestand darin eine Furche durch den Hallenkomplex zu ziehen, um der Feuerwehr einen Weg zu den Glutnestern zu bahnen. Mit den Baumaschinen und einem Brennschneider wurde den Stahlträgern begegnet, bis um 13:00 Uhr eine Abrissfirma als Ablöse fungierte.

Parallel dazu war die Bergungsgruppe des OV Mülheim beauftragt worden, Sachwerte aus den weniger zerstörten Bereichen zu bergen. Mit Trennschleifern und der Seilwinde des GKW wurden drei PKW, ein Transporter, zwei Motorräder und ein Gabelstapler in Sicherheit gebracht.

Am Mittwoch wurde durch den OV Mülheim in den Abendstunden nochmals für Beleuchtung gesorgt, bevor die Einsatzstelle am Donnerstag abgebaut werden konnte. Der viertägige Einsatz endete mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

 

Zahlen, Daten, Fakten diese Einsatzes:

Eigesetzte Ortsverbände: Mülheim, Duisburg, Düsseldorf, Heiligenhaus/Wülfrath, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel (alarmiert), Mönchen-Gladbach (alarmiert).

Fahrzeuge: 19; Anhänger: 12; Baumaschinen: zwei; Teileinheiten: 12; Höchste Gesamtstärke: 34.

 

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften und und für die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten!


  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

  • Bild: Rainer Wiebels, THW OV Mülheim a. d. R.

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