06.06.2009, von Lena Tiebel

THW, Feuerwehr und Johanniter- Unfallhilfe probten den Ernstfall in Düsseldorf

Am Samstag probten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, der Berufsfeuerwehr Düsseldorf und der Johanniter- Unfallhilfe im Rahmen einer groß angelegten Einsatzübung den Ernstfall. Über 130 Helfer waren hierfür, zum Teil bereits seit 4. 30 Uhr am Morgen, auf einem stillgelegten Firmengelände an der Erkrather Straße im Einsatz.

Das vom Planungsteam um Übungsleiter Kay Beyen (THW) erdachte Szenario umfasste einen größeren Betriebsunfall auf dem Werksgelände, mit Gebäudeeinstürzen und einer zunächst unbekannten Anzahl von verletzten und vermissten Personen.
Auf diese Weise bot die Übung verschiedenste Einsatzmöglichkeiten für die unterschiedlich spezialisierten  Fachkräfte der drei Organisationen.
Vor Ort waren, neben den zwei Technischen Zügen mit den Fachgruppen Elektroversorgung, Logistik und Räumen des THW- Ortsverband Düsseldorfs, auch der Bauunfallzug der Wache 10, sowie ein Löschzug der Wache 4 der Berufsfeuerwehr Düsseldorf sowie eine Sanitäts- und  Betreuungseinheit der Johanniter-Unfallhilfe Düsseldorf im Einsatz.
Neben dem Auffinden und Retten der Verletzten aus Höhen und Tiefen, sowie verschiedenen Abstütz- und Sicherungsarbeiten an den Gebäuden, standen unter anderem auch die Sicherstellung der Stromversorgung und Beleuchtung auf dem Übungsgelände und das einrichten und betreiben einer Sammel- und Betreuungsstelle für die Verletzten mit auf dem Programm.
Für das leibliche Wohl der zahlreichen Einsatzkräfte sorgte, während der über zehnstündigen Übung, das THW mit dem Verpflegungstrupp der Logistik.

Viel wurde unternommen, um die Übung für die Einsatzkräfte möglichst real zu gestalten. Neben aufwendig geschminkten Verletztendarstellern, kam hierfür auch Pyrotechnik auf dem Übungsgelände zum Einsatz.
Außerdem wurde die gesamte Übung als Alarmübung durchgeführt, so dass die betroffenen Einsatzkräfte erst bei ihrer Alarmierung am Morgen von der Übung erfuhren.
Dies alles erforderte, neben den entsprechenden Fachkenntnissen, ein hohes Maß an Improvisationstalent, Koordination und Kommunikation zwischen den zahlreichen eingesetzten Einheiten. Neben dem Übungs- und Ausbildungseffekt stand natürlich auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten und Hilfsorganisationen im Mittelpunkt dieser Übung.

Am Abend bei Übungsende konnten die Übungsleiter der eingebundenen Organisationen eine positive Bilanz ziehen. Alfons Proske (BF Düsseldorf): „Die Einheiten haben gut gearbeitet und es ist wichtig sich gegenseitig kennen zu lernen, damit man im Ernstfall gemeinsam gut agieren kann.“ Diesem Fazit konnten sich alle Beteiligten nur anschließen.

Wir bedanken uns bei der Feuerwehr und der Johanniter- Unfallhilfe für die gute Zusammenarbeit. Einen ganz besonderen Dank richten wir an die Firma Henkel, die uns die Übung auf dem Gelände erst ermöglicht hat.


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